16 Jun 2026

Ich stand einmal in einer Umkleidekabine in einem Einkaufszentrum —

Neonlicht, dazu dieser ganz bestimmte beige Teppichboden, den es nur in Umkleidekabinen gibt und sonst nirgendwo in der Natur — in der Hand einen trendigen Bikini, der vierzig Euro kostet und sich auch genauso anfühlte. Und ich weiß noch, wie ich dachte: War’s das? Mehr haben wir nicht zu bieten?

Es war keine Modekrise. Es war meine existenzielle Krise.

Denn was einem niemand über Bademode verrät: Sie ist die einzige Kleidung, in der wir uns so unverhüllt in der Öffentlichkeit zeigen wie wir es sonst nie tun. Und trotzdem haben wir jahrzehntelang so getan, als verdiene gerade dieses Stück Stoff weniger Gedanken als eine Bluse für irgendeinen beliebigen Dienstag. Wir haben im März bei den „Sommerangeboten“ zugegriffen und irgendetwas vom Ständer genommen, es im Juli auf Ibiza getragen, feucht am Boden einer Strandtasche vergessen — und DAS dann Sommer genannt.

Ich habe es anders genannt.
Inakzeptabel.

Ich habe DUSKITTEN auf einer Überzeugung aufgebaut, die so simpel ist, dass sie fast nach einem Klischee klingt:

Gut zu leben ist eine Kunst für sich.

Sie zeigt sich in dem, was man isst, wo man schläft, mit wem man seine Sonntage verbringt — und ja, ausnahmslos, in dem, was man trägt. Denn das Einzige, was zwischen dir und dem Mittelmeer ist, sind vier Dreiecke Stoff – und EINE Entscheidung!

Ich bin, genau genommen, kein Bademoden-Mensch. Ich kam über viele Umwege zu der Idee, DUSKITTEN zu erschaffen — über ziemlich kuriose und interessante sogar. Angefangen mit dem Automobilgeschäft meiner Familie, dann das Masterstudium „Fashion Design“ in Mailand, und schließlich ein französisch geführtes Hospitality-Unternehmen in Panama. Ein Weg, der sich besser anfühlt, als er sich erklären lässt. Was diese Welten vereint, ist eine Leidenschaft für die Lücke zwischen dem, wie Dinge gemacht werden — und dem, wie man sie machen könnte. Ich habe in dieser Lücke gelebt, auf mehr als einem Kontinent, in mehr als einer Sprache. Und dann gab es irgendwann den Punkt, an dem ich es nicht mehr akzeptieren konnte.

Und genau aus diesem Grund entwerfe ich jede Kollektion so, das sie eine Welt für sich ist. Aufgebaut um die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde, hergestellt in Europa — weil unsere Welt etwas Besseres verdient als Fast Fashion — in limitierter Auflage pro Style.

Wenn sie verkauft sind, sind sie weg — nicht fast-weg, nicht beeil-dich-weg.

Wirklich, endgültig und unwiderruflich weg.

DUSKITTEN wurde nicht für alle kreiert. DUSKITTEN wurde für diejenigen unter uns gestaltet, die längst wissen, was sie mögen, und aufgehört haben, sich dafür zu entschuldigen. Für diejenigen, die sich noch davon verabschiedet haben, Dinge zu kaufen, die sie nicht lieben — nur weil sie reduziert waren, oder weil alle anderen eins hatten, oder weil keine Zeit war. Und ein „ganz okay“ irgendwie reichen musste.

Hast du genug von „ganz okay“? Ich auch.

Gefertigt in Europa, mit dem Besten von dort, wo das Beste zu Hause ist.

Für alle, die aufgehört haben, sich mit weniger zufriedenzugeben.

xoxo
Debbie